Warum Konfliktmanagement für den Erfolg mehrsprachiger Teams so wichtig ist

Lilly Miner
von LILLY MINER
Konfliktmanagement in internationalen Teams

Dass die Arbeit in einem diversen und internationalen Team zahlreiche Vorteile mit sich bringt, liegt auf der Hand. Mitarbeitende verschiedener Sprachen, Kulturen und Backgrounds bereichern nicht nur Kreativität, Ideenfindung und die persönliche Zusammenarbeit, sondern fördern auch Wachstum und Expansion. Unternehmen sollte jedoch nicht außer Acht lassen, dass mehrsprachige Teams auch ein höheres Konfliktpotenzial mit sich bringen – ein Aspekt, der zunehmend zur branchenübergreifenden Herausforderung wird, da sich immer mehr Unternehmen international ausrichten.

Während es in internationalen Teams sprachbedingt schneller zu Missverständnissen und daraus resultierenden Konflikten kommen kann, müssen Unternehmen sich bei der Problemlösung allerdings nicht komplett neu ausrichten. Denn genau wie in einsprachigen Teams liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in einer klaren und transparenten Kommunikation, die von allen bewusst wahrgenommen und stetig verbessert wird. Da dies in mehrsprachigen Teams zusätzlich durch mangelnde Fremdsprachenkenntnisse erschwert wird, sind Sprachkurse ein essenzieller Bestandteil eines effektiven mehrsprachigen Konfliktmanagements.

Wie Konflikte am Arbeitsplatz entstehen – und was die besonderen Herausforderungen für mehrsprachige Teams sind

Forschungsergebnissen der Human Resource Management Academic Research Society zufolge sind Konflikte ganz natürlich, oftmals notwendig und auf Wahrnehmungsunterschiede zwischen Menschen zurückzuführen. Macht die eine Abteilung in einem Unternehmen beispielsweise eine Zusage, die dann eine andere Abteilung erfüllen muss, kann dies schnell zu Konflikten führen. Vor allem dann, wenn die erste Abteilung nicht vorab klärt, ob die zweite Abteilung auch genug Ressourcen zur Verfügung hat. Eine weitere klassische Konfliktsituation ergibt sich, wenn verschiedene Abteilungen auf dieselben, begrenzten Ressourcen zurückgreifen müssen, die Ressourcenverteilung allerdings nicht optimal funktioniert. Häufig kommt es auch zu hierarchiebedingten Spannungen zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten, wenn Erwartungen nicht klar kommuniziert werden oder es allgemein an Austausch fehlt.

Bei all diesen Situationen kommt es in erster Linie auf die Kommunikation an, die jeweils ein hohes Maß an Sensibilität und eine feine Nuancierung erfordert, um den Verlauf der Konfliktsituation erfolgreich zu lenken. Im Falle internationaler Teams kommt das zusätzliche Problem der Sprachkompetenz von Mitarbeitenden und Abteilungen hinzu – verstehen alle einander ohne Einschränkungen und fühlt sich jedes Teammitglied wohl, etwas beizutragen? Auch non-verbale, oft unbewusste kulturelle Gepflogenheiten können die Kommunikation beeinträchtigen. 

In vielen Sprachen gibt es unterschiedliche Mittel, um Respekt, Autorität und Hierarchie zum Ausdruck zu bringen, was die Dynamik am Arbeitsplatz beeinflussen kann. Wo wir zum Beispiel im Deutschen „du“ und „Sie“ sagen, kennt das Englische nur „you“, wodurch unterschiedliche Ebenen der Formalität und des Respekts im Englischen mit anderen Mitteln ausgedrückt werden. Fehlt derartiges Sprachwissen und werden Inhalte eins zu eins übersetzt, kann dies am Arbeitsplatz schnell zu kulturellen Missverständnissen und Auseinandersetzungen führen. Glücklicherweise ist das Sprachenlernen eine einfache, aber effektive Strategie, die nicht nur Konfliktherde auflöst, sondern die Zufriedenheit und Arbeitsleistung der Mitarbeitenden auch allgemein steigert.

Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg

 Wie eine im Journal of International Business Studies veröffentlichte Studie zeigte, kann eine große Sprachbarriere zwischen Teammitgliedern den Aufbau von gegenseitigem Vertrauen verhindern und verheerend für Produktivität und Teamzusammenhalt sein. Kolleginnen und Kollegen, die einander nicht vertrauen, geraten wahrscheinlicher in unnötige Konfliktsituationen und kommunizieren schlechter miteinander. Auch hier ist eine der naheliegendsten Lösungen, Sprachkurse in das Weiterbildungsangebot des Unternehmens zu integrieren.

Ein gutes  Beispiel für die erfolgreiche Etablierung von Sprachkursen am Arbeitsplatz ist das Unternehmen für Gemeinschaftsverpflegung und Facility Management Sodexo, ein multinationaler Konzern mit rund 420.000 Angestellten aus über 120 Nationen. Eine der US-amerikanischen Zweigstellen des Unternehmens sah sich mit einer zweifachen Herausforderung konfrontiert: Einerseits verfügten viele Mitarbeitende nur über geringe Englischkenntnisse und hatten Probleme, fließend mit Kunden zu kommunizieren; andererseits hatten einige der Führungskräfte von Sodexo lediglich eingeschränkte Spanischkenntnisse, was zu Schwierigkeiten in der Kommunikation mit den Mitarbeitenden führte. 

Die Lösung war die Einführung eines Sprachlernangebots für alle Mitarbeitende und Führungskräfte mit Babbel für Unternehmen, das flexibles und individuelles Lernen ermöglichte. Die Lernplattform, die mobil und am Computer genutzt werden kann, erinnerte die Lernenden , an ihren Lernzielen festzuhalten und regelmäßig zu üben. Am Ende des Experiments, das von Forschenden der Universität Massachusetts begleitet wurde, gaben 90 Prozent der teilnehmenden Sodexo-Mitarbeitenden an, sich sicherer und effizienter in der Anwendung der Fremdsprache am Arbeitsplatz zu fühlen. Das Team konnte besser kommunizieren und zusammenarbeiten, um Probleme gemeinsam zu lösen oder schon vorab zu umgehen.

Konfliktlösung im Team durch Sprachenlernen


Konfliktlösung durch Sprachenlernen führt zu mehr Innovation

Konflikte sind und bleiben ein unvermeidbarer Teil des Lebens und der Geschäftswelt. Doch bei richtiger Handhabung können Konflikte zu mehr Produktivität beitragen. Ein gesunder Konflikt unter guter Führung führt zu kreativer Reibung, die das Team vorwärtsbringt. Hier können internationale Unternehmen ihrer Zeit voraus sein, indem sie digitale Sprachkurse einführen und so die Kommunikation und letztlich auch das mehrsprachige Konfliktmanagement zu verbessern.

Gutes Konfliktmanagement gehört schon lange zu den Schlüsselkompetenzen  effizienter Führungskräfte, doch mit der zunehmenden Internationalisierung von Unternehmen wird dies in Zukunft noch unverzichtbarer werden. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass in zukunftsorientierten mehrsprachigen Unternehmen ein Paradigmenwechsel von der Vermeidung von Konfliktpotenzial hin zu dessen aktiver Nutzung stattfindet. Unternehmen die das Sprachenlernen hierbei als bewusstes Werkzeug einsetzen, um Konflikte mit Empathie, aufmerksamem Zuhören und interkulturellem Verständnis lösen zu können, werden so mit gesteigerter Produktivität, Kreativität und Innovationskraft belohnt.

 

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Lilly Miner, Spezialistin für interne Kommunikation und Unternehmenskultur

 

Lilly beschäftigt sich mit diversen Lernmethoden. Ob Blended Learning oder online – besonders wichtig ist ihr die Motivation der Lernenden.

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