Weiterbildung in Krisenzeiten: Mit diesen Tipps behalten Sie die Lernziele Ihres Teams im Blick

von JOACHIM HAUPT
Weiterbildung in Krisenzeiten: Mit diesen Tipps behalten Sie die Lernziele Ihres Teams im Blick

Für Manager, Führungskräfte und Personalabteilungen aus allen Branchen ist die Corona-Krise ein großer Kraftakt. Für viele geht es jetzt vor allem darum, den Betrieb am Laufen zu halten und mit den täglich wechselnden Herausforderungen umzugehen. Eine schnelle Rückkehr zur Normalität ist nicht zu erwarten. Umso wichtiger ist es, einen Teil der Aufmerksamkeit möglichst bald wieder Vorhaben zu widmen, die langfristig angelegt sind. Dazu gehört zweifelsfrei auch die Weiterbildung Ihrer Teammitglieder.

Keine Frage: In Zeiten großer Unsicherheit geraten langfristige Ziele schnell aus dem Blickfeld. Wo tagesaktuelle Entwicklungen viele Ressourcen verbrauchen, werden mühsam etablierte Gewohnheiten schnell aufgegeben. Ein Weiterbildungsziel, wie das Erlernen einer neuen Sprache, mag für den Moment nicht im Vordergrund stehen. Doch es steht fest: wertvolle Lernroutinen, die über lange Zeit aufgebaut wurden, sollten der Krise nicht zum Opfer fallen. Hatte Weiterbildung bisher noch keinen festen Platz im Arbeitsalltag ihrer Teammitglieder? Dann ist vielleicht gerade jetzt, wo sich Vieles zwangsweise neu ordnet, der richtige Zeitpunkt, um neue Lerngewohnheiten zu etablieren. 

Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, die Lernziele Ihrer Mitarbeiter auch unter schwierigen Bedingungen im Blick zu behalten. Und vielleicht schlummert ja auch in dieser Krise das Potenzial, neue Ideen für das Sprachenlernen auszuprobieren?

 

1. Sorgen Sie für Klarheit und Motivation

Krisen sind wahre Motivationskiller. Schon der normale Alltag bietet genügend Ausreden, um sich vor dem Lernen zu drücken. Unsicherheit und Zukunftsängste, wie sie angesichts einer Krise schnell entstehen, geben der Motivation den Rest. Gerade jetzt sind Führungskräfte gefragt, für Zusammenhalt und klare Ziele zu sorgen. Geben Sie Ängsten und Sorgen den nötigen Raum. Schaffen Sie regelmäßige Anlässe, in denen Ihre Teammitglieder über Ziele reflektieren und sich über mögliche Motivationstiefs austauschen können.

Babbel Poster zum DownloadTrotz aller Krisenstimmung ist sicher: Sinnvolle Ziele verlieren nicht von heute auf morgen ihre Gültigkeit, auch wenn sich die Bedingungen grundlegend ändern. Es ist daher sinnvoll, sich als Team die gemeinsamen und individuellen Lernziele nochmals vor Augen zu führen. Ganz konkret heißt das: Visualisieren Sie die Lernziele zusammen mit Ihrem Team – auf Post-its, Postern oder Listen, die im Homeoffice gut sichtbar aufgehängt werden können. Auch unsere Babbel-Motivationsposter können dafür hilfreich sein – diese finden Sie hier zum Downloaden und Selbstausdrucken. Halten Sie gemeinsam fest, welche Lernziele vorerst auf Eis gelegt werden sollen und welche Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgreifen möchten. So sorgen Sie dafür, dass wichtige Themen nicht verloren gehen, wenn während des Krisenmanagements andere Dinge zunächst dringender sind.

 

2. Lassen Sie etablierte Gewohnheiten nicht abreißen

In Krisen geraten etablierte Lerngewohnheiten schnell durcheinander. Klar, erst einmal geht es darum, viele Aspekte des Arbeitsalltags neu zu organisieren: Rollen und Verantwortlichkeiten müssen schnell geklärt, Prioritäten jeden Tag neu verhandelt werden. Und mit der Arbeit im Homeoffice, mit seinen zahlreichen Tücken, haben auch nicht alle Erfahrung. Trotz all dieser Herausforderungen sollten sorgsam aufgebaute Routinen nicht in Vergessenheit geraten.

Versuchen Sie, so schnell wie möglich zu etablierten Gewohnheiten zurückzukehren. Waren bisher bestimmte Zeiten für’s Lernen reserviert? Dann sollte das möglichst auch so bleiben. Statt Lernzeit ganz abzuschaffen, sollte sie notfalls lieber reduziert werden. Lernen die Mitglieder Ihres Teams gerne gemeinsam? Dann sorgen Sie dafür, dass Lerngruppen sich digital verabreden, so lange persönliche Treffen nicht möglich sind. Oder erstellen Sie Babbel-Chatrooms, in denen Tipps, Tricks und Videos rund ums Sprachenlernen geteilt werden können. Es gilt: Gerade in Zeiten großer Unsicherheit ist es besonders wertvoll, gute Lerngewohnheiten nicht in Frage zu stellen, denn sie bewahren ein Stück der alten Normalität.

 Weiterbildung mit Babbel im Homeoffice

3. Nutzen Sie die Potenziale von Homeoffice

Wo es eben möglich ist, schicken Unternehmen ihre Angestellten ins Homeoffice. Das birgt viele Herausforderungen, selbst wenn einige schon Erfahrungen mit der Arbeit am heimischen Schreibtisch gemacht haben. Dauerhaft von zu Hause zu arbeiten ist zweifellos etwas anderes als ab und zu mal einen Freitag im Homeoffice zu verbringen. Doch machen wir uns nichts vor: genau darauf müssen sich viele Menschen in den kommenden Tagen und Wochen oder sogar Monaten einstellen. Unterstützen Sie Ihr Team, sich auf diese neue Normalität möglichst gut vorzubereiten. Dazu gehört auch, Möglichkeiten zur Weiterbildung im Homeoffice mitzudenken. 

Ist der heimische Arbeitsplatz erst einmal eingerichtet, ist die neue Situation mit den großen und kleinen Mitbewohnern abgestimmt, zeigen sich die Potenziale für die Weiterbildung von Zuhause. Besonders wertvoll: Weil die zum Teil langen Pendelzeiten wegfallen, entstehen neue Zeitfenster. Was würden Sie machen, wenn Ihr Tag plötzlich eine Stunde mehr hätte, über die sie frei verfügen könnten? Die Yogamatte rausholen, endlich mal mit dem Meditieren anfangen oder einen Teil der Zeit als persönliche Lernzeit nutzen? Ermutigen Sie Ihre Teammitglieder, neue Routinen auszuprobieren, und gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran. Beim Sprachenlernen haben schon 15 Minuten am Tag einen entscheidenden Effekt. Wie immer liegt der Schlüssel darin, Gewohnheiten auszubilden. Und das geht im Homeoffice vielleicht sogar besser als im Büro.  

 

4. Schaffen Sie Zeiträume für sozialen Austausch und “Deep Work”

Arbeit im Homeoffice ist für manch einen eine ziemlich einsame Angelegenheit. Für die Verlangsamung einer Pandemie mag soziale Isolation zweckmäßig sein, für zufriedenes Arbeiten sicher nicht. Je länger die derzeitige Lage anhält, umso wichtiger ist es, die sozialen Aspekte des Jobs auch “remote” sicherzustellen. Warum sollte man digitale Tools nur für Meetings nutzen und nicht auch zum gemeinsamen Kaffeetrinken? Auch Lernzeit kann digital gemeinsam gestaltet werden. Zum Beispiel in Form von Video-Lerngruppen oder digitale Sprachtandems. Das ist nicht zuletzt eine gute Gelegenheit, um sich ganz ohne Druck an die neue Normalität digitaler Meetings zu gewöhnen.

Gerade im Homeoffice ist es allerdings genauso wichtig, Zeiten für “Deep Work” zu reservieren. Da mehr Kommunikation nötig ist, um die Arbeit zu organisieren, muss es unbedingt auch kommunikationsfreie Zeit geben, in der fokussiert gearbeitet oder gelernt werden kann. Vereinbaren Sie mit Ihrem Team feste Zeiträume, die für fokussiertes Arbeiten oder zum Lernen reserviert sind. In dieser Zeit muss es okay sein, dass Nachrichten nicht sofort beantwortet werden. Beim Thema Weiterbildung lautet die Devise: Lernzeit ist Fokuszeit. Das gilt umso mehr, wenn alle Blicke auf die Newsfeeds gerichtet sind, um die nächsten wichtigen Entwicklungen nicht zu verpassen.   

 

5. Zeit für mutige Experimente!

Während der letzten Krisentage hat sich häufig gezeigt, dass viele Menschen sehr kreativ mit den aktuellen Herausforderungen umgehen. Dinge, die bis vor kurzem noch unmöglich schienen, werden jetzt einfach ausprobiert. Und siehe da: Vieles ist vielleicht gar nicht so schwierig, wie man immer gedacht hat. Lassen Sie sich von den Erfahrungen anderer inspirieren und seien Sie gerade jetzt offen für Vorschläge aus Ihrem Team. Probieren Sie neue Formate aus und geben Sie alte auf, wenn sie digital nicht funktionieren. In einer Krise, wie wir sie aktuell erleben, ist ohnehin häufig nicht klar, was richtig und was falsch ist. Trauen Sie sich daher umso mehr, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Und vor allem: Bleiben Sie gesund!

 

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Joachim HauptKommunikationsforscher

Als Berater, Dozent und Forscher widmet sich Joachim aktuellen Herausforderungen der strategischen Organisationskommunikation. Besonders interessiert ihn, wie Menschen und Organisationen voneinander lernen können – und die besondere Rolle, die Kommunikation dabei spielt.

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