Warum Sie Workations als Mitarbeiter-Benefit anbieten sollten

Anika Wegner
von ANIKA WEGNER
Junge Frau arbeitet an ihrem Laptop auf dem Gipfel eines Berges.

30. September 2022

In diesem Beitrag nehmen wir den neuesten Trend genau unter die Lupe und finden heraus, ob Workations ein geeigneter Mitarbeiter-Benefit sind. 

Da die Arbeit aus dem Homeoffice unaufhaltsam zunimmt, wird auch das Arbeiten auf Reisen immer beliebter. Daher führen immer mehr Unternehmen offizielle Richtlinien für die Arbeit außerhalb des Büros ein und nehmen Workations in ihr Benefit-Paket mit auf.

Aber was genau ist eine Workation? Ist sie tatsächlich von Vorteil für Ihre Mitarbeitenden, und wie wirkt sie sich auf das Unternehmen aus? Die Antworten finden Sie in diesem Blogpost.

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Definition: Was ist eine Workation?

Eine Workation ist genau das, was der Name sagt: eine Kombination aus Arbeit („work“) und Urlaub („vacation“). Das heißt, die Mitarbeitenden arbeiten ein paar Tage, Wochen oder Monate von einem anderen Ort als zu Hause oder im Büro aus. 

Auf dem Höhepunkt der Pandemie wurde die Arbeit aus dem Homeoffice für viele Mitarbeitenden zu einer Notwendigkeit. Seit das Reisen wieder möglich ist, nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit, Arbeit und Reisen miteinander zu verbinden. In einer Umfrage unter mehr als 1.000 Arbeitnehmenden in den Vereinigten Staaten fand Passport Photo Online heraus, dass 94 Prozent der Befragten im Jahr 2022 und darüber hinaus eine Workation planen. Und in einer weltweiten Studie unter Mitarbeitenden in acht Ländern gaben 65 Prozent der Befragten an, dass sie im Jahr 2022 Arbeit und Reisen miteinander verbinden wollen. 

Der Trend zur Workation nimmt stetig zu. Unternehmen ergreifen daher Maßnahmen, um ihren Ansatz in Bezug auf diesen Trend zu formalisieren. Ende 2021 gab PwC bekannt, dass seine Mitarbeitenden nun bis zu acht Wochen lang aus dem Ausland arbeiten können. Und erst kürzlich hat KPMG Canada die Initiative „KPMG Roam“ eingeführt, die es Mitarbeitenden ermöglicht, bis zu zwei Monate außerhalb ihrer kanadischen Heimatprovinz zu arbeiten. 

Und das sind nur einige Beispiele für die schnell wachsende Zahl von Unternehmen, die auf den Workation-Zug aufspringen. Aber sind Workations wirklich gut für Ihre Mitarbeitenden und für Ihr Unternehmen? Oder gehen sie zu Lasten der eigentlichen Urlaubszeit? Schauen wir uns das einmal genauer an. 

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Die Vorteile einer Workation

Auf den ersten Blick mag das Konzept der Workation widersprüchlich erscheinen. Ist es wirklich klug, die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit (weiter) zu verwischen? Sollten Sie Ihre Mitarbeitenden nicht eher dazu ermutigen, richtigen Urlaub zu nehmen und vollständig abzuschalten? 

Es stimmt zwar, dass Workations keinen richtigen Urlaub ersetzen sollten, aber sie bieten den Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich bei einem Tapetenwechsel zu erholen, ohne ihren Jahresurlaub aufzubrauchen. Und obwohl Workations ein relativ neuer Trend sind, gibt es bereits zahlreiche Belege dafür, dass sie sich positiv auf das Wohlbefinden und die Leistung der Mitarbeitenden auswirken. 


Eine Workation kann helfen, Burnout zu bekämpfen

In der bereits erwähnten Umfrage von One Passport Photo stimmten 83 Prozent der Befragten zu, dass eine Workation ihnen bei der Bewältigung ihres Burnouts geholfen hat. Dieselbe Studie stellte fest, dass die Hauptmotivation für eine Workation darin bestand, „die geistigen und emotionalen Batterien wieder aufzuladen“. 


Workations steigern Produktivität und Kreativität

Ein Tapetenwechsel kann Wunder bewirken, indem Mitarbeitende neue Eindrücke gewinnen, Ablenkungen reduzieren und neue Inspirationsquellen finden. 86 Prozent der Arbeitnehmenden sind der Meinung, dass eine Workation ihre Produktivität gesteigert hat, und 81 Prozent geben an, dass sie durch ihre Workation kreativer geworden sind. 


Workations können die Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden steigern

Flexibilität ist einer der beliebtesten Mitarbeiter-Benefits (93 Prozent der Wissensarbeitenden wünschen sich Flexibilität in Bezug darauf, wann und wie sie arbeiten). Workations sind eine Möglichkeit, diesem Bedürfnis gerecht zu werden. 

Unternehmen, die Workations erlauben, haben zufriedenere Mitarbeitende, die mit größerer Wahrscheinlichkeit langfristig bleiben. Nahezu 69 Prozent der Arbeitnehmenden geben an, dass sie ihren Arbeitsplatz nach einer Workation seltener kündigen würden, während rund 84 Prozent sagen, dass sie dadurch zufriedener mit ihrer Arbeit sind. 

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Welche Benefits wollen Mitarbeitende wirklich? In einem weiteren Blogpost zeigen wir Ihnen die 10 beliebtesten Mitarbeiter-Benefits.



Einführung von Workations als Mitarbeiter-Benefit: die 5 wichtigsten Schritte

Wie Sie sehen, bieten Workations einen enormen Nutzen für Arbeitnehmende und Unternehmen gleichermaßen. Möchten Sie Workations als Mitarbeiter-Benefit anbieten? Dann befolgen Sie diese 5 Schritte: 


1. Erarbeitung einer offiziellen Workation-Richtlinie

Wie jedes andere Mitarbeiter-Benefit braucht es auch für Workations eine offizielle schriftliche Richtlinie. Diese sollte Folgendes beinhalten:

  • Eine klare Definition dessen, was eine Workation ist und wie sie im gesamten Unternehmen verstanden werden sollte
  • Die Höchstzahl der Arbeitstage, die Arbeitnehmende auf einmal nehmen dürfen (sowie die jährliche Höchstzahl, falls es eine Differenz zwischen den beiden gibt)
  • Eine Liste der Länder, in denen Ihre Mitarbeitenden arbeiten dürfen
  • Ein formales Verfahren zur Beantragung und Genehmigung von Workations

💡 Tipp von Babbel
Weitere Informationen finden Sie auch in diesem Leitfaden: Wie Sie in 7 einfachen Schritten eine Richtlinie für die Arbeit außerhalb des Büros erstellen (auf Englisch).



2. Kommunizieren Sie Ihre Erwartungen klar und deutlich

Neben einer offiziellen Workation-Richtlinie ist es wichtig, genau zu kommunizieren, was von Ihren Mitarbeitenden erwartet wird, wenn sie aus dem Ausland arbeiten. 

Müssen sie die gleiche Anzahl von Stunden arbeiten und an allen üblichen Meetings teilnehmen? Müssen sie ständig online sein oder können sie sich Zeit nehmen, um konzentriert zu arbeiten? Wie funktioniert die Arbeit aus einer anderen Zeitzone? 

Sie können die Antworten auf diese Fragen in Ihre Richtlinie aufnehmen oder ein separates Workation Playbook mit FAQs erstellen. In jedem Fall gilt: Je mehr Klarheit Sie bieten können, desto einfacher wird es für die Mitarbeitenden, das Beste aus ihrer Workation herauszuholen. 


3. Informieren Sie sich über Workation-Visa, Steuern und Versicherungen (und alle anderen rechtlichen Aspekte)

Je nachdem, wo sich der Sitz Ihres Unternehmens befindet und wohin die Workation gehen soll, können besondere Visums- und Versicherungsanforderungen sowie steuerliche Regelungen greifen. Vergewissern Sie sich, dass Sie über die rechtlichen Bestimmungen und Formalitäten, die für die Workations Ihrer Mitarbeitenden gelten, gut informiert sind, und dass Sie alle notwendigen Voraussetzungen erfüllen, bevor Sie Ihre Workation-Richtlinie festlegen und bekannt geben. 

Junge Frau arbeitet an ihrem Laptop in einer Hängematte in der Nähe des Strandes.



4. Geben Sie Ihren Mitarbeitenden die richtigen Tools und Technologien 

Wenn Ihre Mitarbeitenden eine Workation planen, müssen sie auch bestens ausgerüstet sein. Vergewissern Sie sich vor ihrer Abreise, dass sie über alle notwendigen Tools und Technologien verfügen, die sie benötigen, um ihre Arbeit in gewohnter Qualität fortzusetzen. 

Denken Sie nicht nur an die Grundausstattung (Laptop, Kommunikations-Tools und erforderliche Software), sondern auch an Extras, die den Arbeitsalltag so reibungslos wie möglich gestalten können. Das können zum Beispiel tragbare WLAN-Extender, verstellbare Laptop-Ständer, tragbare Powerbanks und Reiseadapter sein. 


5. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeitenden aktiv, eine Workation zu machen

Und nicht zuletzt sollten Sie Ihre Mitarbeitenden aktiv dazu ermutigen, dieses neue Benefit zu nutzen. 

Wir haben gezeigt, wie vorteilhaft Workations sowohl für Arbeitnehmende als auch für Unternehmen sein kann: In der Regel führen sie zu einer gesteigerten Produktivität und Kreativität, mehr Engagement und einem besseren allgemeinen Wohlbefinden. 

Wenn Sie können, ergreifen Sie zusätzliche Maßnahmen, um Anreize für die Mitarbeitenden zu schaffen, eine Workation zu machen. Ziehen Sie zusätzliche Benefits wie Reisegutscheine und Rabatte in Betracht und machen Sie deutlich, dass Sie bei Bedarf bei der Planung und Buchung behilflich sind. 

Es führt kein Weg daran vorbei: Workations werden immer mehr zum Teil unserer heutigen Gesellschaft, und Unternehmen müssen mitziehen, wenn sie mit dem Trend mithalten wollen. Diejenigen, die ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit bieten, Arbeit und Reisen zu verbinden, werden nicht nur die besten Talente anziehen und halten, sondern auch glücklichere und produktivere Mitarbeitenden haben.

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Anika Wegner, B2B Blog Editor

 

Sprache als Zugang zu anderen Kulturen ist ein Thema, das Anika sehr am Herzen liegt. Deshalb schreibt sie bei Babbel über Themen, wie Unternehmen von Sprachlernlösungen profitieren können.

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