5 Schritte, um Qualifikationslücken zu schließen und nach Covid-19 weiter erfolgreich zu sein

Lilly Miner
von LILLY MINER
Qualifikationslücken zu schließen

Qualifikationsdefizite am Arbeitsplatz stellen für Unternehmen zu jeder Zeit eine Herausforderung dar. In Zeiten des Wandels gilt dies allerdings umso mehr. Auf der Makroebene wird die Nachfrage nach soliden Technikkenntnissen wahrscheinlich weiter zunehmen, ebenso wie der Bedarf an kulturell diversen und vielfältigen Teams (und somit auch an Sprachlernprogrammen). Auf der Mikroebene bedeutet dies, dass sich Personalabteilungen und Teamleader fragen müssen: Wie können wir Qualifikationslücken am Arbeitsplatz identifizieren? Und wie können wir unsere Belegschaft effektiv weiterbilden und umschulen?

Auch wenn die Antworten auf diese Fragen von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ausfallen, werden sie für alle immer wichtiger. Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, um Verbesserungspotenzial zu erkennen und Qualifikationslücken zu schließen. Und jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um das in Angriff zu nehmen.

1. Beginnen Sie mit einer Strategie

Wie ein Sprichwort besagt: „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ Das gilt auch für die Umschulung und Weiterbildung von Arbeitskräften. Ständig werden wir von neuen Technologien und branchenspezifischen Veränderungen überflutet – doch nicht alle davon sind relevant für die Ziele eines Unternehmens. Um zu vermeiden, dass Sie übermäßig korrigieren oder unnötig Ressourcen verschwenden, sollten Sie zuerst die mittel- und langfristigen Ziele Ihres Unternehmens kennen. 

Laut dem 2021 Workplace Learning Report von LinkedIn gaben 64 % der Experten aus der Lern- und Entwicklungsbranche an, dass im Jahr 2021 Personalentwicklungsstrategien eine der absolut wichtigsten Prioritäten sind. Wie genau sich ein Unternehmen jedoch verbessern kann, hängt stets davon ab, wo es eigentlich hinwill.

2. Befragen Sie Ihre Mitarbeitenden, um qualitative Daten zu erhalten

Key Performance Indicators (KPIs) eignen sich zwar hervorragend, um festzustellen, wie gut Ihr Unternehmen in Bezug auf seine Ziele abschneidet, aber diese Daten zeigen oft nicht die ganze Wahrheit. Wenn Sie wissen möchten, wie viele Verkäufe es gab oder wie viel Kundenwachstum Sie hatten, sind diese Indikatoren zwar hilfreich. Wollen Sie jedoch identifizieren, wo es in Ihrem Unternehmen noch Verbesserungspotenzial gibt, sind KPIs oft viel zu abstrakt.

 Da Lernfortschritte nicht leicht zu quantifizieren sind, können direkte qualitative Daten der Mitarbeitenden helfen, Qualifikationslücken zu schließen. Wenn Personalabteilungen und Teamleader über den Tellerrand der Zahlen hinausschauen, können sie erkennen, wo ihre Mitarbeitenden Unterstützung benötigen, und ihnen die erforderlichen Ressourcen an die Hand geben, um ihnen so die Arbeit zu erleichtern.

3. Machen Sie sich ein vollständiges Bild von Ihrem Unternehmen mithilfe von 360-Grad-Beurteilungen

Wenn Sie einen Schritt weiter als die herkömmlichen Mitarbeiterbefragungen gehen möchten, können 360-Grad-Beurteilungen hilfreich sein. Um herauszufinden, wo die Stärken und Schwächen eines Teammitglieds liegen, ist sowohl der Input der Mitarbeitenden selbst als auch der ihrer Vorgesetzten erforderlich. Zusätzliches Feedback von Kolleginnen und Kollegen und sogar Kundinnen und Kunden kann umfassende Erkenntnisse darüber liefern, auf welche Bereiche sie sich konzentrieren sollten und was sie noch verbessern können. Wenn Teamleader und Manager Feedback aus unterschiedlichen Quellen vergleichen und häufig auftretende Probleme erkennen, sind sie besser in der Lage, Qualifikationslücken zu schließen.

4. Bewerten Sie die vorhandenen Fähigkeiten Ihrer Teammitglieder und erstellen Sie einen Plan, um diese auszubauen

Wenn über Qualifikationsdefizite am Arbeitsplatz gesprochen wird, dreht sich das Gespräch meist ausschließlich um die Bereiche, in denen ein Unternehmen oder ein Team Defizite aufweist – aber was ist mit den Bereichen, in denen Ihr Team eine überragende Leistung erbringt? Eine wichtige Erkenntnis für die Welt nach der Corona Pandemie ist, dass die Kompetenz eines Unternehmens nicht unwiderruflich feststeht oder gar begrenzt ist, sondern eher eine erneuerbare Ressource, die wachsen und sich verändern kann.

Indem Sie sich auf die Stärken Ihres Teams konzentrieren und diese weiterentwickeln und ausbauen, können Sie möglicherweise Qualifikationslücken schließen, ohne sich außerhalb des Unternehmens nach anderen Fachkräften umsehen zu müssen. Darüber hinaus kann die Umschulung und Weiterbildung Ihrer Belegschaft die interne Mobilität im Unternehmen erhöhen. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Laut Ergebnissen von LinkedIn haben Unternehmen mit einer hohen internen Mobilität eine doppelt so hohe Mitarbeiterbindung wie Unternehmen, bei denen dies nicht der Fall ist.

5. Achten Sie auf zukünftige Trends in der Geschäftswelt

Wenn Unternehmen Qualifikationslücken am Arbeitsplatz effektiv schließen möchten, ist es wichtig, dass sie zunächst ihre jeweiligen Anforderungen und Ziele im Blick zu haben. Doch sobald diese Ziele identifiziert sind, ist es genauso wichtig, nach größeren Trends in der Geschäftswelt Ausschau zu halten, die sich auf alle Branchen auswirken können.

Obwohl wir davon ausgehen können, dass uns die Digitalisierung und die Arbeit aus dem Homeoffice auch weiterhin begleiten werden, zeigen Studien von Gartner auch, dass Mitarbeitende Unternehmen dazu drängen werden, eine stärkere politische Haltung zu aktuellen Themen einzunehmen, und dass Staaten und Städte beginnen werden, um einzelne hochtalentierte Fachkräfte zu konkurrieren, anstatt um ganze Unternehmen. Jeder dieser Trends birgt ganz individuelle Herausforderungen für Personalabteilungen und Teamleader – und erfordert unterschiedliche Fähigkeiten für deren Bewältigung. 

In vielerlei Hinsicht hat Covid-19 unser Lebenstempo deutlich verlangsamt – statt jede Woche stundenlang zu pendeln, erledigen viele von uns ihre Arbeit von zu Hause aus, was Zeit für andere Aktivitäten schafft. Auf der anderen Seite hat die Pandemie auch den Prozess der Digitalisierung der Geschäftswelt um einige Jahre beschleunigt. In unbeständigen Zeiten laufen manche Unternehmen Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten. Diejenigen aber, die sich diesen Herausforderungen stellen, haben eine noch nie dagewesene Wachstumschance.

Lilly Miner, Spezialistin für interne Kommunikation und Unternehmenskultur

 

Lilly beschäftigt sich mit diversen Lernmethoden. Ob Blended Learning oder online – besonders wichtig ist ihr die Motivation der Lernenden.

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