Didaktik digital: ortsunabhängige Weiterbildung dank E-Learning

Foto von Carla Pieper, Digital Learning Spezialistin B2B und Autorin bei Babbel für Unternehmen
von CARLA PIEPER
Didaktik digital: ortsunabhängige Weiterbildung dank E-Learning

E-Learning in Form von Online-Seminaren und -Trainings ist aus der Weiterbildungspraxis in Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Auf digitales Lernen setzen längst nicht mehr nur Großbetriebe, sondern auch eine wachsende Anzahl kleiner und mittlerer Unternehmen. Laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft setzten bereits 2014 in Deutschland rund ein Viertel der KMUs und die Hälfte der Großunternehmen E-Learning für die Qualifikation ihrer Mitarbeitenden ein. Zu erwarten ist, dass die Bedeutung des digitalen Lernens für die betriebliche Weiterbildung in Zeiten von Corona weiter steigt. E-Learning ist nicht an einen bestimmten Ort oder an persönlichen Kontakt gebunden. Zudem wirkt die Pandemie in vielen Unternehmen als ein Digitalisierungstreiber. Hier trägt E-Learning dazu bei, dass Mitarbeitende den Herausforderungen der Digitalisierung offen gegenüberstehen und sich besser in digitalen Arbeitssituationen zurechtfinden.

Was ist E-Learning? 

Der Begriff E-Learning bedeutet „elektronisches Lernen“, also die Aneignung von Wissen mittels digitaler Medien an. Wann, wo und in welchem Tempo die Teammitglieder lernen, können sie gänzlich selbst bestimmen, sodass sich das digitale Lernen hervorragend in den Arbeitsalltag integrieren lässt. Wenn es außerdem mit von einer Lehrkraft angeleitetem Unterricht kombiniert wird, handelt es sich um das sogenannte Blended Learning („gemischtes Lernen“).  

Allen E-Learning-Technologien ist gemeinsam, dass sie multimediale Lerninhalte verwenden, die am Computer oder auf Mobilgeräten abgerufen werden können. Am häufigsten zum Einsatz kommen dabei folgende Optionen:

  • Webbasierte Trainings

Bei webbasierten Trainings stehen den Lernenden digitale Inhalte zur Verfügung, die sie eigenständig sowie orts- und zeitunabhängig nutzen können. Der Austausch mit Lehrkräften, Tutoren oder Coaches sowie mit anderen Lernenden erfolgt in der Regel schriftlich und zeitversetzt per E-Mail oder Chat. 

  • Webinare

Bei Webinaren handelt es sich um interaktive Online-Seminare. Die Wissensvermittlung findet ebenso wie der Austausch der Teilnehmenden in Echtzeit statt. Der Zeitpunkt für die Veranstaltung ist festgelegt. Der Zugang zu einem Webinar erfolgt im Browser über webbasierte Anwendungen wie beispielsweise Google Meet. 

  • Virtuelle Klassenzimmer

Virtuelle Klassenzimmer folgen dem gleichen Prinzip wie Webinare, stellen den Lernenden und Lehrenden jedoch eine größere Anzahl an Funktionen zur Verfügung. Möglich sind zum Beispiel Audio- und Videokonferenzen, interaktive Whiteboards sowie Chats für den individuellen Austausch in kleineren Gruppen.

  • Lernvideos

Videos haben sich seit Langem zu einem wichtigen digitalen Lernmedium entwickelt. Im Internet werden sie zu zahlreichen Themen und Fragestellungen angeboten. Vor allem größere Unternehmen produzieren eigene Videos für die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden. Durch Lernvideos können Anleitungen, Informationen oder vertiefendes Hintergrundwissen vermittelt werden. An ihre Grenzen stoßen sie jedoch, wenn die Wissensvermittlung kontrollierbar oder interaktiv erfolgen soll.

  • Podcasts

Podcasts sind Audio- oder Video-Beiträge, die regelmäßig erscheinen. In Unternehmen eignen sie sich vor allem dann, wenn aktuelle Hinweise und Informationen vermittelt werden sollen. 

  • Lern-Apps

Lern-Apps sind digitale Anwendungen, die auf Mobilgeräten zum Einsatz kommen. Verwendet werden können Lern-Apps für sehr vielfältige Themenbereiche. Beispielsweise ermöglicht die Babbel-App, Fremdsprachen flexibel und effizient zu lernen. Lern-Apps haben in den letzten Jahren einen neuen Trend im E-Learning begründet, den sich auch viele Unternehmen zunutze machen, denn Wissen kann hierbei auch spielerisch vermittelt werden. Wenn sich die Teilnehmenden in einem Quiz oder digitalen Wettbewerb miteinander messen, trägt dies nicht nur zur Wissensvermittlung bei, sondern macht auch Spaß und stärkt Lernmotivation und Wir-Gefühl. 

Frau lernt online


Warum die Bedeutung von
E-Learning weiter zunimmt 

In der Corona-Krise werden die Vorteile von E-Learning besonders augenfällig. Kontaktsperren und Abstandsgebote spielen beim digitalen Lernen keine Rolle, sodass Unternehmen ihre Weiterbildungsprogramme nicht auf die Zeit nach der Pandemie verschieben müssen. Die digitalen Lern-Tools lassen sich problemlos im Homeoffice verwenden, auch das interaktive Lernen in der Gruppe ist dank Videotelefonie und Chaträumen nicht ausgeschlossen. Zudem ermöglicht E-Learning, dringend benötigtes, aktuelles Wissen auf sehr effiziente Weise zu vermitteln. 

So kommt E-Learning den Anforderungen der Unternehmen und ihrer Mitarbeitenden entgegen: 

  • Individuelle Lernlösungen für Unternehmen

Beim E-Learning können Unternehmen die verschiedenen Lernkomponenten wie Bausteine zusammensetzen und auf diese Weise individuelle oder gruppenspezifische Lernprogramme entwickeln. Konventionelle Lehrveranstaltungen sind demgegenüber lediglich in der Lage, den Unternehmen Standardlösungen anzubieten. 

  • Personalisiertes Lernen

E-Learning verhindert, dass Mitarbeitenden irrelevante Schulungen über sich ergehen lassen müssen. Die digitalen Lerninhalte lassen sich so konzipieren, dass sie dem individuellen Wissensstand der Lernenden entsprechen. Hierdurch steigt die Motivation der Lernenden, neues Wissen zu erwerben und im Arbeitsalltag anzuwenden. 

  • Nachvollziehbare Lernfortschritte

Wenn Unternehmen ihre digitalen Lernangebote aktiv begleiten und Analysearbeit leisten, verstehen sie, wie ihre Mitarbeitenden lernen, wo sie gut vorankommen und wo es Hindernisse gibt. Dies ermöglicht, die digitalen Lerninhalte an die Anforderungen der Lernenden anzupassen. Beispielsweise können bestimmte Einheiten wiederholt, bereits bekannter Lernstoff übersprungen oder für die Vertiefung des Gelernten zusätzliche Informationen genutzt werden. Durch Selbsttests und den virtuellen Austausch in der Gruppe können die Mitarbeitenden ihre persönlichen Lernfortschritte fortlaufend überprüfen. 

  • Effizienz und Optimierungsmöglichkeiten

Digitales Lernen ist kostengünstig. Es sind weder hohe Investitionen erforderlich, noch spielen Reisekosten und betriebliche Ausfallzeiten eine Rolle. Die hierdurch eingesparten finanziellen Mittel können Unternehmen stattdessen in hochwertige digitale Lerninhalte und die ständige Anpassung und Verbesserung ihrer E-Learning-Programme investieren. 

E-learning 

Warum Sie E-Learning zur Weiterbildung in Ihrem Unternehmen nutzen sollten

E-Learning hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. Unternehmen und ihren Mitarbeitenden steht heute eine große Vielfalt von digitalen Lern-Tools zur Verfügung und sie profitieren von maßgeschneiderten, flexibel nutzbaren und hochgradig personalisierten digitalen Lernangeboten. Firmen sind durch E-Learning in der Lage, die Qualität ihres Weiterbildungsangebotes – in der Regel zu einem Bruchteil der Kosten von Präsenzseminaren – zu erhöhen. Darüber hinaus trägt E-Learning dazu bei, in Unternehmen eine Kultur des lebenslangen Lernens zu etablieren und so den Zusammenhalt und die Motivation der Mitarbeitenden zu stärken.


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Carla Pieper, Digital Learning Spezialistin B2B 

Carla begeistert sich für Trends und Best Practices im Bereich Sprachenlernen, Digitalisierung und Diversity. Bei Babbel ist ihr der Lernerfolg der Kunden besonders wichtig.

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