So starten Sie mit dem Thema Diversität, Chancengleichheit und Inklusion in Ihrem Unternehmen

Sonya Barlow
von SONYA BARLOW
So starten Sie mit dem Thema Diversität, Chancengleichheit und Inklusion in Ihrem Unternehmen

Die Forderungen nach mehr Diversität, Chancengleichheit und Inklusion (DC&I) sind lauter denn je. Untersuchungen zeigen, dass Unternehmen mit vielfältigen Teams um 36 Prozent bessere Ergebnisse erzielen, was wiederum zu überdurchschnittlich hohen Gewinnen führt (McKinsey 2020).

Obwohl es gute betriebswirtschaftliche Gründe gibt, sich für DC&I einzusetzen, haben wir was Inklusion am Arbeitsplatz angeht noch einen weiten Weg vor uns. Daher müssen Unternehmen echte Veränderungen in die Wege leiten, die über bloße Versprechungen oder Kommunikationskampagnen hinausgehen. Vor allem, weil laut einer Studie des LMF Network 78 Prozent der Menschen der Ansicht sind, dass die DC&I-Initiativen von Unternehmen oft eher dazu dienen, „einen Punkt auf der To-do-Liste abzuhaken“, als wirklich etwas zu verändern (LMF Network 2021).

Hier sind vier Schritte, die Unternehmen umsetzen können, um Diversität und Inklusion zu fördern.

Machen Sie sich bewusst, warum Sie DC&I-Maßnahmen ergreifen wollen

Zuerst einmal müssen Sie sich im Klaren darüber sein, warum Sie überhaupt eine DC&I-Strategie brauchen. Dieser erste Schritt bildet die Grundlage für langfristige Erfolge.

Um eine inklusive Unternehmenskultur zu schaffen, müssen Sie sich damit auseinandersetzen, was bereits gut und was noch nicht so gut funktioniert – und in welchen Bereichen Änderungen nötig sind. Dazu gehört auch, Ihre strategischen Ziele zu definieren und herauszufinden, welche Mitarbeitenden die meiste Unterstützung benötigen.

Doch wie gelingt das am besten? Indem Sie Ihre aktuellen Diversitätsrichtlinien, Ihre Einstellungs- und Beförderungspraktiken und andere Geschäftsprozesse überprüfen, um so die bestehenden Probleme, aber auch potenzielle Chancen sichtbar zu machen. Anhand solch einer eingehenden Analyse können Sie einen Plan mit konkreten Schritten erstellen, der Ihnen dabei hilft, Ihre Ziele im Bereich DC&I zu erreichen.

 

Hören Sie Ihrem Team vorurteilsfrei zu

Wenn Sie verstehen möchten, wie Sie Ihr Unternehmen inklusiver gestalten können, müssen Sie sich die Belange all Ihrer Kolleg*innen und Mitarbeitenden anhören, nicht nur die einer ausgewählten Gruppe.

Mithilfe einer anonymen Befragung unter Ihren Mitarbeitenden oder Fokusgruppen können Sie die Problembereiche in Ihrem Unternehmen identifizieren. Auf diese Weise erhalten Sie einen ersten Eindruck davon, wie sich Ihre Mitarbeitenden fühlen, was ihre Hauptanliegen sind und wie Sie eine Atmosphäre schaffen, in der sie sich wohlfühlen. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Zuhörens besteht darin, sicherzustellen, dass keine Wertung erfolgt. Die Menschen in einem Unternehmen müssen das Gefühl haben, dass sie ganz sie selbst sein können, ohne von der Unternehmenskultur zensiert zu werden. Vor allem, wenn das Unternehmen versucht zu verstehen, ob die eigenen Initiativen die Inklusivität fördern oder eher beeinträchtigen.

Durch die Zusammenarbeit mit externen Berater*innen für Diversität können Sie gewährleisten, dass sich Ihre Mitarbeitenden sicher fühlen, wenn sie ihre Erfahrungen und Bedenken kommunizieren. 

Diverse Mitarbeiter, die sich unterhalten

Investieren Sie in ein Workshop-Angebot

Die Aneignung neuen Wissens ist eine hervorragende Grundlage, um Barrieren und andere Herausforderungen zu überwinden. Eine gezielte Weiterbildung ermöglicht Ihren Mitarbeitenden, Kenntnisse über inklusive Praktiken zu erlangen, um Themen wie unbewusste Voreingenommenheit bei der Einstellung, Mobbing am Arbeitsplatz und Solidarität anzugehen.

Workshops, Einzelsitzungen und Lern-Lunches sind eine großartige Gelegenheit, um sich zu den Themen Diversität und Inklusion weiterzubilden, die gewünschte Arbeitskultur zu fördern und interne Debatten anzuregen. Dies sollte auf allen Ebenen und in allen Abteilungen angeboten werden. Idealerweise sollten die Workshops auch auf die Bedürfnisse und Ziele Ihres Unternehmens im Hinblick auf Diversität zugeschnitten sein. 

Jedes Unternehmen kann Maßnahmen ergreifen, um Diskussionen über wesentliche Begriffe wie Allyship, Bias, Diversität, Inklusion, Intersektionalität und Privilegien anzustoßen. Sie können zum Beispiel monatliche Sitzungen organisieren, in denen Sie die Bedeutung der einzelnen Begriffe gemeinsam untersuchen und erkunden, wie Sie mit der Umsetzung von Veränderungen beginnen können.

 

Ermutigen Sie Ihre Mitarbeitenden, regelmäßig an den Workshops teilzunehmen, vor allem Ihr Führungsteam

Ein Wandel der Unternehmenskultur ist weder ein einfaches noch ein schnelles Unterfangen, daher sollte er nicht als einmalige Aufgabe betrachtet oder nur für die Mitarbeitenden unterhalb der Führungsebene angeboten werden. Stattdessen sollten Sie sicherstellen, dass auch Ihre leitenden Angestellten aktiv an den DC&I-Schulungen teilnehmen. So werden Mitarbeitende aller Ebenen zur Teilnahme ermutigt. Gleichzeitig demonstrieren Sie so das Engagement Ihres Unternehmens für mehr Diversität und Inklusion. 

Eine weitere Möglichkeit, um DC&I-Themen allen Mitarbeitenden zugänglich zu machen, ist,  geeignetes Informationsmaterial in verschiedenen Formaten wie Blogs, Podcasts oder Infografiken zur Verfügung zu stellen. Dabei kann es auch hilfreich sein, die Sprache und die Botschaften der Informationen auf die Anliegen und Prioritäten der verschiedenen Teams abzustimmen. Beispielsweise wollen Führungskräfte sicherlich gerne wissen, wie DC&I-Strategien ihnen helfen können, ihre Ziele im Hinblick auf Rentabilität, Produktivität oder Effizienz zu erreichen oder sogar zu übertreffen.

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Denken Sie daran, dass sich DC&I nicht allein auf die Einstellung neuer Mitarbeitender beschränkt. Es sollte ein ganzheitlicher Ansatz sein, um systematische Veränderungen tief in der Unternehmenskultur zu verankern.

Unabhängig davon, ob Sie auf externe Berater*innen oder interne DC&I-Manager*innen setzen, sollten Sie in jedem Fall in Ihre Mitarbeitenden investieren und Programme für mehr Diversität und Inklusion entwickeln.

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Sonya Barlow

Gründerin des LMF Network

Sonya Barlow ist preisgekrönte Unternehmerin, Diversity Coach, TEDx-Rednerin, Autorin von Unprepared to Entrepreneur und Moderatorin von The EveryDay Hustle beim BBC Asian Network.

Was ist das LMF Network?

Das LMF Network ist ein globales soziales Unternehmen, das Frauen und marginalisierte Bevölkerungsgruppen in den Bereichen Technologie, Unternehmertum und Digitales fördert, unterstützt und ausbildet. Unser Schwerpunkt liegt in der Entwicklung und Umsetzung eines barrierefreien Mentoring-Programms und der Stärkung einer globalen Community.

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SONYA BARLOW, Gründerin des LMF Network

Sonya Barlow ist preisgekrönte Unternehmerin, Diversity Coach, TEDx-Rednerin, Autorin von Unprepared to Entrepreneur und Moderatorin von The EveryDay Hustle beim BBC Asian Network.

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