Das sind die 10 beliebtesten Mitarbeiter-Benefits

Lilly Miner
von LILLY MINER
Lächelnde Mitarbeiterin formt ein Herz mit ihren Händen als Zeichen der Wertschätzung.

21. September 2022

In diesem Blogpost zeigen wir Ihnen, welche Mitarbeiter-Benefits Mitarbeitende wirklich wollen und welche Benefits demnächst in Deutschland wichtig sein könnten.

Benefits für Mitarbeiter:innen sind für die Profilierung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgebende, als Motivationsinstrument und für eine gute Mitarbeiterbindung wichtig. Unternehmen können sie sehr vielfältig gestalten, jedoch stehen zehn Mitarbeiter-Benefits bei Mitarbeitenden und Bewerbenden besonders hoch im Kurs.

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Warum sind Mitarbeiter-Benefits wichtig?

Der demografische Wandel hat den Arbeitsmarkt grundlegend verändert. Noch vor wenigen Jahren konnten Unternehmen aus einem großen Angebot geeigneter Bewerber:innen die Mitarbeitenden wählen, die optimal zu ihnen passen. Heute hat sich diese Situation in manchen Branchen und Berufen ins Gegenteil verkehrt: Der Arbeitsmarkt ist weitgehend leergefegt. Die Firmen sind zunehmend auf aktives Employer Branding angewiesen, um Talente anzuziehen und dauerhaft zu binden. 

Mitarbeiter-Benefits – im Englischen Fringe Benefits oder Corporate Benefits – sind ein zentrales Instrument für Unternehmen, um sich als attraktiver Arbeitgebende zu präsentieren. Dabei handelt es sich um nichtfinanzielle Leistungen für Mitarbeitende, von denen beide Seiten profitieren. Sie fördern die Motivation der Mitarbeitenden und somit auch die Produktivität des Unternehmens.

Auf dem Arbeitsmarkt und natürlich auch für die bestehende Belegschaft sind diese Leistungen ein Ausweis dafür, dass das Unternehmen die Bedürfnisse seiner Mitarbeitenden kennt, sie erfüllen möchte und eine wertschätzende Unternehmenskultur für wichtig hält. Zum Teil stellen Benefits für Mitarbeiter:innen auch einen steuerlichen Vorteil dar. Beispielsweise können Unternehmen pro Jahr und Mitarbeiter:in 500 Euro lohnsteuerfrei in Programme zur Gesundheitsvorsorge investieren. 

Lächelnde Mitarbeiterin sitzt in einem Meeting mit Kolleg:innen.



Das sind die 10 beliebtesten Mitarbeiter-Benefits

Für die Gestaltung ihrer Mitarbeiter-Benefits stehen Unternehmen zahlreiche unterschiedliche Optionen zur Verfügung. Aus der Perspektive der Arbeitnehmer:innen sind einige Leistungen jedoch besonders attraktiv:


1. Lunch-Gutscheine

Leckeres, vollwertiges Essen ist den meisten Menschen wichtig. Unternehmen, die keine eigene Kantine betreiben, können ihre Mitarbeitenden mit Lunch-Gutscheinen versorgen, die von Restaurants in der Umgebung angenommen werden. Gut ist, wenn die Gutscheine von mehreren unterschiedlichen Lokalen akzeptiert werden – in einem Spektrum von der Hausmannskost bis zur Bio Company.


2. Company-Bikes

Unter den Mitarbeiter-Benefits erfreuen sich Company-Bikes in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Sie tragen dem Wunsch vieler Menschen nach ökologischem Verhalten und Bewegung Rechnung und werden keineswegs nur von jüngeren Mitarbeitenden gerne angenommen. Inzwischen bieten diverse Firmen Leasing-Räder an: Der Arbeitgebende trägt für das Firmenfahrrad die Leasing-Kosten sowie die Versicherungsgebühren.


3. Sport- und Freizeitangebote

Wichtige und attraktive Mitarbeiter-Benefits sind auch Sport- und Freizeitangebote. Eine komplett oder teilweise durch den Arbeitgebenden finanzierte Mitgliedschaft im Fitnessstudio wird viele Arbeitnehmende freuen und einige auch dazu motivieren, überhaupt erst mit einem Training zu beginnen. Ein Personal Trainer für einen begrenzten Zeitraum ist hier ebenfalls eine spannende Option. Auch andere individuelle oder teambezogene Freizeitangebote, wie z. B. ein organisierter Team-Staffellauf, sind für sehr viele Mitarbeitende interessant.


4. Sabbaticals

Sabbaticals sind eine attraktive Möglichkeit, persönliche Interessen zu verfolgen, ohne den Job dafür aufs Spiel zu setzen. Finanzieren lassen sie sich beispielsweise durch ein Splitting des Gehalts: Das monatliche Einkommen wird für eine festgelegte Arbeitsphase reduziert ausgezahlt und das Sabbatical so geplant, dass hierdurch auch die Auszeit abgesichert ist. Alternativ können Arbeitgeber:innen sich natürlich auch für einen Zuschuss oder eine Komplettfinanzierung des Sabbaticals entscheiden. 

💡 Wichtig:
Längere Sabbaticals sind nur dann sinnvolle Mitarbeiter-Benefits, wenn auch die Rückkehr an den Arbeitsplatz inhaltlich und personell gut organisiert wird.



5. Freie Tage für ehrenamtliche Tätigkeiten

Viele Mitarbeitende engagieren sich ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen. Wenn sie dafür von ihrem Arbeitgebenden zusätzliche freie Tage erhalten können, drückt das Wertschätzung gegenüber ihrer Person und ihren Leistungen für die Gesellschaft aus. Auch flexible Arbeitszeiten könnten die Arbeitnehmer:innen dabei unterstützen, ehrenamtliche Tätigkeiten neben der Arbeit auszuüben.


6. Betriebliche Kinderbetreuung

Für Mitarbeitende mit jüngeren Kindern gehört eine betriebliche Kinderbetreuung sicher zu den wichtigsten Wünschen an ihren Arbeitgebenden. Zudem werden sie ihre Arbeitszeit ganz sicher produktiver nutzen, wenn sie wissen, dass sie sich dabei um den Nachwuchs keine Sorgen machen müssen.

Optimal ist, wenn das Unternehmen seinen Mitarbeitenden hausinterne Betreuungsangebote machen kann. Eine gute Alternative ist jedoch auch eine betriebliche Kinderbetreuung in Unternehmensnähe.


7. Weiterbildungsmöglichkeiten

Weit oben auf der Liste der beliebtesten Mitarbeiter-Benefits stehen auch individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten. Dabei kann es sich zum Beispiel um unmittelbar berufsbezogene Angebote, Business Coachings oder die Förderung eines berufsbegleitenden Studiums handeln.

Als Weiterbildungsmöglichkeit sehr beliebt sind auch Sprachlern-Angebote – übrigens nicht nur als Präsenzkurs, sondern auch als digitale Sprachweiterbildung mit Programmen wie der Babbel-Sprachlernplattform, die es auch als Mitarbeiterangebot für Unternehmen gibt.


8. Homeoffice & Remote Work

Seit Beginn der Pandemie ist das Arbeiten von Zuhause für viele Mitarbeiter:innen zur Norm geworden. Dennoch gibt es Unternehmen, die nach der Homeoffice-Pflicht kaum Optionen dafür anbieten. Ein fataler Fehler, wie auch eine forsa-Studie im Auftrag von NEW WORK herausgefunden hat: 51 Prozent der 30- bis 49-jährigen Talente wünschen sich die Homeoffice-Option. Ganze 59 Prozent würden sogar auf ein zusätzliches Monatsgehalt verzichten, wenn sie selbstständig über ihren Arbeitsort entscheiden könnten. 


9. Flexible Arbeitszeiten

In derselben Studie wurde der Wunsch nach flexibler Arbeitszeiteinteilung gleich von mehreren Generationen genannt (54 Prozent der Babyboomer und 61 Prozent der Sandwich-Generation). Bei einer Umfrage der Job-Plattform Remote landete dieser mit 75 Prozent sogar auf Platz eins der Benefits, die sich Mitarbeiter:innen in Deutschland wünschen.

Ebenso tendieren diejenigen, die diesen Benefit in ihrem aktuellen Job nicht haben, eher dazu, sich nach Unternehmen umzusehen, in denen sie ihre Arbeitszeit flexibel gestalten können. Ein Grund mehr, diesen Mitarbeiter-Benefit in Zeiten des Fachkräftemangels anzubieten.


10. Life Coaching

Die Corona-Pandemie hat auch das Thema mentale Gesundheit in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Gerade für Babyboomer ist dieses Thema kein Tabu mehr: Ganze 46 Prozent achten bei der Arbeitgeberwahl auf deren Engagement für das psychische Wohlergehen der Mitarbeiter:innen. Das Anbieten von entsprechenden Coachings oder die Einstellung eines Feel Good Managers kann hier helfen.

Es muss sich aber nicht nur um die mentale Gesundheit drehen: Auch eine Ernährungsberatung oder ein anderes Coaching zur persönlichen Weiterentwicklung werden von Angestellten gerne angenommen. 
 

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Diese Mitarbeiter-Benefits könnten in Zukunft wichtig werden

Es gibt auch eine Vielzahl von Benefits, welche von großen Unternehmen oder anderen Länder bereits erfolgreich umgesetzt wurden, aber in Deutschland noch nicht richtig angekommen sind. Hier ist eine Liste von Benefits für Mitarbeiter:innen, die demnächst auch hier Trend sein könnten:


Vier-Tage-Woche

Belgien und Island machen es vor: Arbeitszeit reduzieren auf vier statt fünf Tage – bei gleichem Gehalt. In Deutschland hat dies bisher lediglich eine Debatte ausgelöst, aber eine derartige Reform ist noch nicht in Sicht. Dennoch haben bereits einige deutsche Unternehmen die Vier-Tage-Woche eingeführt und machen damit gute Erfahrungen. Neben höherer Mitarbeiterzufriedenheit gibt es weniger Krankheitstage, gleichbleibende Produktivität und geringere Angestellten-Fluktuation. 


Workation

Workations sind womöglich die Zukunft von Remote Work: Arbeiten, von wo man möchte und nebenbei die Reiselust stillen. In einer globalen Studie gaben 65 Prozent der befragten Arbeitnehmer:innen an, in 2022 Arbeit und Reisen miteinander kombinieren zu wollen. 

Dabei haben Workations sogar einen entscheidenen Benefit: In einer weiteren Studie gaben 83 Prozent der Befragten an, dass eine Workation ihnen bei der Bewältigung eines Burnouts geholfen hat. Gerade für Unternehmen, die einen größeren Fokus auf das psychische Wohlergehen ihrer Angestellten legen wollen, könnten Workations ein guter Mitarbeiter-Benefit sein. 


Unbegrenzter Urlaub

Mit diesem Mitarbeiter-Benefit geben Unternehmen ihren Angestellten ein Höchstmaß an Flexibilität und Autonomie bei der Gestaltung ihrer Freizeit. Zu den Vorteilen zählen u. a. die Steigerung der Produktivität und eine bessere Gewinnung und Haltung von Talenten.

Doch damit unbegrenzter Urlaub den gewünschten Effekt hat, muss dieser Benefit richtig umgesetzt werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blogpost „Ist unbegrenzter Urlaub wirklich ein guter Mitarbeiter-Benefit?“.

Lächelnde Mitarbeiter:innen unterhalten sich in einem Meeting.



Was für eine erfolgreiche Umsetzung von Mitarbeiter-Benefits zu beachten ist

Für die Gestaltung der Benefits gibt es keine Grenzen. So bietet Google seinen Mitarbeitenden ein umfassendes Programm, das Mitarbeiterangebote wie kostenloses Essen, Bildungs- und Freizeitangebote sowie Unterstützung bei vielen Alltagstätigkeiten einschließt. Auch Firmenwagen können einen geldwerten Vorteil darstellen.

Bei einem kleineren Budget ist es aber natürlich auch möglich, attraktive Mitarbeiter-Benefits zu entwickeln. Zusatzleistungen, wie ein Glas Wein oder ein Apéro nach Büroschluss sind eine gute Möglichkeit, mit Führungskräften und Kolleg:innen in einem informellen Rahmen ins Gespräch zu kommen. Geburtstagskarten und Blumen sind Aufmerksamkeiten, in denen persönliche Wertschätzung zum Ausdruck kommt. Manche Unternehmen richten ihren Mitarbeitenden Räumlichkeiten für eine kurze Auszeit von der Arbeit ein, vielleicht sogar mit einem Tischkicker oder einer Spielekonsole. 

Wichtig ist, dass die Angebote des Unternehmens den tatsächlichen Bedürfnissen der Mitarbeitenden entsprechen. Die Vorstellungen, worin attraktive Mitarbeiter-Benefits bestehen, können auf den Seiten von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden sehr unterschiedlich sein. Neben allgemeinen Leistungen sollte es auch individuelle Lösungen geben.

Zudem müssen die Mitarbeiter-Benefits in das Gesamtkonzept des Unternehmens passen. Die Mitarbeitenden in einem mittelständischen Familienunternehmen wünschen sich sehr wahrscheinlich andere Benefits als ein junges Startup-Team. 


Fazit: Mitarbeiter-Benefits steigern die Attraktivität von Arbeitgeber:innen

Mitarbeiter-Benefits sind ein hervorragendes Mittel zur Mitarbeiterbindung und zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitgebenden. Damit sie wirken, müssen sie allerdings einige Bedingungen erfüllen

  • Sie müssen die tatsächlichen Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeitenden widerspiegeln. 
  • Sie sollten der jeweiligen Unternehmenskultur entsprechen.
  • Individuell vereinbarte Mitarbeiter-Benefits entsprechen der Diversität der Mitarbeitenden im Unternehmen. Als Instrumente zur persönlichen Motivation sind sie oft besonders wirkungsvoll.
  • Daneben muss es im Unternehmen auch Mitarbeiter-Benefits geben, die nicht nur Teilgruppen oder einzelnen Personen, sondern allen Mitarbeitenden zugutekommen und deren Bindung an das Unternehmen stärken. 

Auf jeden Fall darf es im Hinblick auf die Benefits für Mitarbeiter:innen nicht bei Versprechungen und Absichtserklärungen bleiben. Wenn ein Benefit kommuniziert und angekündigt wird, muss es auch verfügbar sein. Unternehmen, die sich hier Nachlässigkeit erlauben, verspielen ihren Ruf als attraktiver Arbeitgebende bei den eigenen Mitarbeitenden und externen Bewerbenden. 

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Lilly Miner, Spezialistin für interne Kommunikation und Unternehmenskultur

 

Lilly beschäftigt sich mit diversen Lernmethoden. Ob Blended Learning oder online – besonders wichtig ist ihr die Motivation der Lernenden.

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